Das notarielle Verfahren

 

Vollzug

Mit der Beurkundung ist das notarielle Verfahren nicht beendet. Nun liegt zunächst die Urschrift der Urkunde vor. Die Urschrift verbleibt in der Urkundensammlung des Notars; sie geht in die Verwahrung des Amtsnachfolgers über. Die Beteiligten erhalten Ausfertigungen oder Abschriften.

Darüber hinaus bedarf es aber noch des Vollzugs des beurkundeten Rechtsgeschäfts. Wenn die Urkunde rechtswirksam ist, ist damit noch nicht das beurkundete Rechtsgeschäft erfüllt. Oft ist zur Bewirkung des beabsichtigten Erfolgs eine Eintragung der Erklärungen in einem öffentlichen Register, beispielsweise den von den Gerichten geführten Grundbüchern oder dem Handelsregister erforderlich. In diesem Eintragungsverfahren vertritt der Notar die Beteiligten und stellt die Anträge auf Eintragung der Rechtsänderung.

Nach erfolgtem Vollzug (z.B. der Eigentumsumschreibung von Verkäufer auf den Käufer) erhält der Notar vom Gericht eine Benachrichtigung, die er überprüft und an die Beteiligten weiterleitet.

Mit dem Vollzug der erstrebten Rechtsänderung ist das notarielle Verfahren beendet.